SAP verteidigt die Position als wertvollste deutsche Marke

Kantar und WPP veröf­fent­lichen das jährliche Ranking der 50 wertvollsten deutschen Marken. Das Ranking wird wie im vergan­genen Jahr von SAP angeführt. Der Software­her­steller erhöht den Markenwert gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 50,9 Mrd. USD. Damit durch­bricht eine deutsche Marke erstmals die Schall­mauer von 50 Mrd. USD. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen die Deutsche Telekom (41,2 Mrd. USD), BMW (25,2 Mrd. USD), Mercedes-Benz (23,4 Mrd. USD) und DHL (18,5 Mrd. USD). Mit DHL und EDEKA erhalten zwei Marken zudem Sonder­preise in den Kategorien „Healt­hiest Brand“ sowie „Best Commu­ni­cation“.

Unsere Infografik zum Ranking zeigt Ihnen die Top 10 der wertvollsten Marken, die leistungs­stärksten Kategorien insgesamt sowie andere spannende Fakten und Details.

Weitere Erkennt­nisse der Marken­wert­studie

Der Gesamtwert der 50 wertvollsten deutschen Marken stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf nun 341 Mrd. USD. Diese Entwicklung unter­streicht die Rolle Deutsch­lands als führende Wirtschafts­kraft in Europa. Lediglich die Top 50 der USA (3,2 Billionen USD) und Chinas (638 Mrd. USD) erzielen höhere Gesamt­werte als die deutschen Top 50. Bereits seit 2006 veröf­fent­lichen Kantar und WPP auch die BrandZ Top 100 – die 100 wertvollsten Marken der Welt.

Hohe Innova­ti­ons­kraft ist ein Treiber für den Erfolg vieler deutscher Marken. Auch die Verbraucher nehmen die deutschen Top 50 Marken – anders als im Jahr zuvor – als besonders innovativ wahr. Mit einem Durch­schnittswert von 108 (der globale Durch­schnitt liegt bei 100) rangieren deutsche Top-Marken – gemeinsam mit nieder­län­di­schen Marken – in puncto Innovation im europäi­schen Vergleich an der Spitze. Die innova­tivste deutsche Marke mit einem Indexwert von 122 ist der Autover­mieter Sixt (Rang 42 mit einem Markenwert von 1,4 Mrd. USD).

Aller­dings kämpfen viele der weltweit erfolg­reichen deutschen Marken gerade im Heimat­markt damit, eine emotionale Bindung zu den Konsu­menten aufzu­bauen. Die emotionale Bindung liefert Aufschlüsse über die Bereit­schaft der Verbraucher, auch zukünftig Produkte oder Dienst­leis­tungen einer Marke zu zu kaufen – und dafür sogar einen vergleichs­weise höheren Preis zu bezahlen. Unter den Top 10 sogenannter „Love-Brands“ deutscher Verbraucher befinden sich mit DHL und Lufthansa (Rang 30 im Ranking mit einem Markenwert von 2,3 Mrd. USD) nur zwei deutsche Marken. Inter­na­tionale Marken wie Google, Amazon, Ikea, Samsung oder Facebook erfreuen sich bei deutschen Käufern ebenfalls großer Beliebtheit.

Beschreiben Verbraucher positive Eigen­schaften deutscher Marken, stehen Faktoren wie Funktio­na­lität, Zuver­läs­sigkeit und Kunden­service im Vorder­grund. Seltener werden deutsche Brands hingegen mit Attri­buten wie freundlich, lustig, mutig oder verspielt beschrieben. Das verdeut­licht die Schwie­rig­keiten der Konsu­menten, eine tiefe, emotionale Verbindung zu einigen Marken aufzu­bauen. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der durch­schnitt­liche „Love-Brand“-Index um 4 Punkte auf nun 106. Die Top 10 brachen im Vorjah­res­ver­gleich sogar um 7 Punkte ein.

„Viele der wertvollsten deutschen Marken stehen für außer­ge­wöhn­liche inter­na­tionale Erfolgs­ge­schichten. Legen sie in Zukunft einen noch stärkeren Fokus darauf, kreativer, emotio­naler und engagierter mit den Konsu­menten zu inter­agieren, könnten sie ihr Wachstum weiter ausbauen”, erläutert David Roth, CEO EMEA und Asien von The Store WPP, die Ergeb­nisse des deutschen BrandZ Top 50 Rankings.

Die BrandZ Top 50 Marken­wert­studie für den deutschen Markt ist zusammen mit dem Ranking und detail­lierten Analysen hier verfügbar: GO TO

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